Kurzarbeit aufgrund konjunkturbedingter wirtschaftlicher Probleme

Was wird gefördert?

Um Arbeitsplätze zu erhalten und demzufolge Entlassungen zu vermeiden, sieht das luxemburgische Arbeitsrecht vor, dass Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen und je nach Art der Schwierigkeiten auf verschiedene Regelungen für Kurzarbeit zurückgreifen können.

Empfänger

Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld kann von Unternehmen beantragt werden, die :

  • einem Wirtschaftssektor angehören, der sich in einer Krise befindet und die konjunkturelle Probleme haben;
  • strukturelle Probleme haben;
  • wirtschaftliche Probleme haben aufgrund des Wegfalls oder der Zahlungsunfähigkeit von einem oder mehreren wichtigen Kunden;
  • Die Regelung für Kurzarbeit bei höherer Gewalt kann in Ausnahmefällen bei Unternehmen Anwendung finden, die sich infolge eines nicht von ihnen verursachten Ereignisses, das die Fortsetzung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unmöglich macht, in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden.

Förderbedingungen

Das Unternehmen muss in Luxemburg niedergelassen sein; eine von der zuständigen Behörde ausgestellte Niederlassungsgenehmigung besitzen, einen erheblichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten verzeichnen und sich verpflichten, keine Angestellten aus wirtschaftlichen Gründen zu entlassen.

Die Erlaubnis zur Kurzarbeit ist auf einen Monat beschränkt. Sie kann von Monat zu Monat erneuert werden.


Höhe des Kurzarbeitergeldes

Die Reduzierung der Arbeitszeit darf pro Arbeitnehmer (Vollzeit) und pro Jahr 1.022 Stunden nicht überschreiten.

Für Arbeitnehmer, die in Teilzeit beschäftigt sind, werden die 1.022 Stunden anteilig berechnet.

Für den Fall, dass der Arbeitnehmer während der Zeit der konjunkturell, strukturell oder wirtschaftlich bedingten Kurzarbeit an einer Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahme teilnimmt, kann die vom Staat gezahlte Ausgleichsentschädigung auf 90% des Bruttolohns angehoben werden. Wenn die Teilnahme an den beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen weniger als 16 Stunden pro Monat beträgt, wird der erhöhte Fördersatz pro Weiterbildungsstunde angewendet. Wenn die Weiterbildung 16 Stunden oder länger dauert, wird der erhöhte Fördersatz für den gesamten Monat angewendet.

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes, das 80% bzw. 90% des üblicherweise vom Arbeitnehmer bezogenen Stundenlohns (brutto) entspricht, ist auf 250% des stündlichen sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer begrenzt.


Antragsverfahren

Das betroffene Unternehmen muss seinen Antrag auf Kurzarbeit vor dem 12. eines jeden Monats beim Sekretariat des Konjunkturausschusses einreichen.

Das Kurzarbeitergeld wird auf Grundlage einer monatlichen Forderungsanmeldung durch den Arbeitgeber ausbezahlt. Der Forderungsanmeldung müssen die monatlichen Abrechnungen der von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter beigefügt werden. Die monatlichen Abrechnungen müssen von den jeweiligen Mitarbeitern unterschrieben sein. Die Forderungsanmeldung muss bei der ADEM innerhalb von zwei Monaten nach Eintritt der Kurzarbeit eingereicht werden.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte den Servicebereich Beschäftigungssicherung der ADEM.
  • Letzte Änderung dieser Seite am 10-04-2018