Ausbildungsarten

Berufliche Erstausbildung

Die berufliche Erstausbildung richtet sich an Jugendliche, die über eine entsprechende Versetzungsentscheidung des Gymnasiums oder eine Gleichwertigkeitsbescheinigung, ausgestellt vom Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend, verfügen, die den Zugang zu einer beruflichen Erstausbildung gewährt. Die berufliche Erstausbildung schließt ab entweder mit dem Erwerb des Technikerdiploms (diplôme de technicien – DT), des Diploms über die berufliche Reife (Diplôme d’Aptitude Professionnelle DAP) oder des Berufsbefähigungszeugnisses (Certificat de Capacité Professsionnelle CCP).

Grenzüberschreitende Ausbildung

Bei der grenzüberschreitenden Ausbildung findet der praktische Teil in einem Ausbildungsbetrieb in Luxemburg statt. Der theoretische Teil wird in einer Berufsschule im benachbarten Ausland absolviert.

Die grenzüberschreitende Ausbildung ist nur in den Ausbildungsberufen möglich, die durch die großherzogliche Verordnung festgelegt worden sind.

Erwachsenenausbildung

Die Erwachsenenausbildung richtet sich an Lehrstellenbewerber, die älter als 18 Jahre sind, sich seit mindestens 12 Monaten nicht mehr in der schulischen oder beruflichen Erstausbildung befinden und die mindestens 12 Monate lang (am Stück oder mit Unterbrechungen) Beiträge an das Sozialversicherungszentrum entrichtet haben (bei einer Mindestarbeitszeit von 16 Stunden pro Woche).

Der Ausbildungsbetrieb zahlt dem Auszubildenden mindestens die gesetzlich vorgeschriebene Vergütung im Rahmen der beruflichen Erstausbildung. Diese Ausbildungsvergütung wird aufgestockt um einen zusätzlichen Betrag, der der Differenz zwischen der Ausbildungsvergütung und dem gesetzlichen Mindestlohn für nicht qualifizierte Arbeitnehmer entspricht.

Die Rückerstattung des Zusatzbetrages erfolgt gemäß den Regelungen, die dem Rückerstattungsformular zu entnehmen sind, das der Ausbildungsbetrieb von der ADEM (Berufsberatung) erhält.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 22-11-2017