Allgemeine Situation am Arbeitsmarkt

Luxemburg verfügt über einen sehr dynamischen Arbeitsmarkt. Von 2005 bis 2015 ist die Beschäftigung um 32 % gewachsenen. Im Vergleich zu den Nachbarländern ist dieses Wachstum herausragend. Im gleichen Zeitraum wuchs die Beschäftigung in Deutschland um 10%, in Belgien um 8 % und in Frankreich sowie in der gesamten Europäischen Union um 4 %. Während die Beschäftigung aufgrund der Wirtschaftskrise von 2009 innerhalb der gesamten EU rückläufig war, ist sie in Luxemburg weiterhin beachtlich gestiegen, auch wenn sich die Wachstumskurve seit 2009 leicht abgeschwächt hat.

Grund für das hohe Beschäftigungswachstum in Luxemburg ist die hohe Einwanderungsrate. Im Zeitraum von 2005-2015 sind die Migrationsströme in Richtung Luxemburg stark angestiegen. Das Migrationssaldo, also die Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung, steigt deutlich an. Grund für dieses Wachstum ist das Ansteigen der Einwanderung. Die Zahl der Auswanderer blieb während dieser Zeit fast konstant.

In den Jahren 2001 bis 2013 war eine relativ starke Einwanderung aus Portugal zu verzeichnen. Mit 16 % Anteil an der Gesamtbevölkerung Luxemburgs stellen die Portugiesen die stärkste ausländische Bevölkerungsgruppe dar. Außerdem belegen die Portugiesen ab 2001 den ersten Rang bei den Migrationsbewegungen. Seit 2014 hat sich die Situation leicht verändert. Die Portugiesen haben nun ihren ersten Platz bei den Migrationsbewegungen an die Franzosen abgeben müssen. Die Franzosen haben heute einen Anteil von 19% an den Migrationsbewegungen, gefolgt von den Portugiesen mit 17%, den Italienern mit 11 % und den Belgiern mit 8 %. Die Einwanderung nach Luxemburg erfolgt zum großen Teil aus Ländern der Europäischen Union. Nur 17 % der Einwanderer kommen aus Nicht-EU-Ländern.

Im dritten Quartal 2016 haben 393.352 Personen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Luxemburg ausgeübt. Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 ist dies ein Anstieg von 3,1 %. Hinzu kommen rund 26.000 Personen, die in nichtsozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen tätig sind (Selbstständige und mithelfende Familienangehörige). Diese Beschäftigungsgruppe ist im vergangenen Jahr um 2,3 % angestiegen.

Grenzgänger, also Personen, die nicht in Luxemburg wohnen aber hier arbeiten, stellen 45 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Über die Hälfte der Grenzgänger kommt aus Frankreich. Die anderen Grenzgänger kommen zu gleichen Teilen aus Belgien und aus Deutschland.

Luxemburger mit Wohnsitz in Luxemburg machen rund 27 % der Beschäftigten aus. Der Rest der Beschäftigten mit Wohnsitz in Luxemburg unterteilt sich wie folgt: 24% sind EU-Bürger und 4% sind Bürger aus Drittstaaten, die in Luxemburg wohnen und hier arbeiten.

Unter der arbeitenden Bevölkerung Luxemburgs ist es aber die Gruppe der Drittstaatler, die 2016 die höchste Steiguerungsrate (ca. 9%) zu verzeichnen hatte. Die Gruppe der in Luxemburg wohnenden und arbeitenden EU-Bürger wuchs 2016 um 3 %; während die Zahl der Luxemburger Einwohner, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, nur um 1% anstieg.

Die Wirtschaftssektoren, die 2016 den höchsten Zuwachs an Beschäftigung zu verzeichnen hatten, umfassen "unternehmensbezogene Dienstleistungen", insbesondere spezialisierte, wissenschaftliche oder technische Dienstleistungen sowie administrative und unterstützende Dienstleistungen. Der erste Sektor der unternehmensbezogenen Dienstleistungen, der 2016 im Vergleich zum Vorjahr einen Beschäftigungszuwachs von 6,4 % zu verzeichnen hatte und 8 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ausmacht, umfasst Wirtschaftsjuristen, Steuerberater, Ingenieure, Unternehmensberater sowie Forschungsaktivitäten. Es handelt sich hierbei also um hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der zweite Sektor, der 2016 ein Beschäftigungswachstum von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen hatte, umfasst Berufstätigkeiten im Bereich der Zeitarbeit, Wach- und Sicherheitsdienste sowie gewerbliche Reinigungs- und Hausmeisteraktivitäten. Im Gegensatz zum ersten Sektor umfasst dieser Sektor hauptsächlich Berufsgruppen, die ein niedriges Qualifizierungsniveau voraussetzen. Insgesamt umfassen die beiden oben genannten Sektoren zwischen dem dritten Quartal 2014 bis zum dritten Quartal 2015 fast ein Drittel des Nettozuwachs an der Beschäftigung.

Der Zuwachs bei den administrativen und unterstützenden Dienstleistungen" erklärt sich in erster Linie aus dem dynamischen Zeitarbeitssektor. Die Zahl der Zeitarbeiter ist um 9 % gestiegen, von 7.437 im dritten Quartal 2015 auf 8.129 im dritten Quartal 2016.

Drei weitere Sektoren weisen ebenfalls gute Zuwachsraten bei der Beschäftigung auf. Es handelt sich hierbei um den ICT-Sektor (+3,8%), den Bausektor (+3,4 %) und um den Transportsektor (+3,3 %). Im Finanzsektor ist die Beschäftigung nur um 2,7 % gestiegen. Da dieser Sektor aber relativ bedeutend ist mit einem von neun Arbeitsplätzen, macht er immerhin 10% bei dem Nettozuwachs an Arbeitsplätzen zwischen dem dritten Quartal 2015 und dem dritten Quartal 2016 aus.

Die Industrie, in der rund 8 % der Beschäftigten tätig sind, erfährt seit 2015 eine positive Entwicklung. Après plusieurs trimestres de recul l’Beschäftigung industriel Plakate des Satz de croissance Satz alentours voire au-delà de 1%. Seit Ende 2015 hat auch die Beschäftigung im Transportsektor an Aufwind gewonnen, nachdem sie mehrerre Jahre zuvor stagnierte. Allerdings liegt die Beschäftigung hier noch immer unter den Zahlen,die vor der Wirtschaftskrise von 2008 verzeichnet wurden.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 17-01-2018